KRITIS im Krankenhaus: Wie CAFM Betreiber kritischer Anlagen bei Resilienz und Dokumentation unterstützt

Krankenhäuser sind darauf angewiesen, ihre medizinische Versorgung auch bei Störungen aufrechterhalten zu können. Wie CAFM technische Dokumentation und Resilienzprozesse unterstützen kann.

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KRITIS & Resilienz im Krankenhaus

Resilienz als gemeinsame Aufgabe Belastbares Lagebild Anwendungsszenario Praktischer Nutzen

Resilienz im Krankenhaus ist eine gemeinsame Aufgabe

Ein gesetzlicher Resilienzplan und die dafür erforderlichen Entscheidungs- und Dokumentationsgrundlagen entstehen nicht aus einem einzelnen System. Sie bündeln Informationen aus verschiedenen Verantwortungsbereichen, zum Beispiel aus Klinikleitung, Risikomanagement, Hygiene, Medizintechnik, Haustechnik, IT und weiteren Fachabteilungen.

Soweit ein Krankenhaus Betreiber einer kritischen Anlage ist, müssen die für die Resilienz relevanten Risiken, Maßnahmen, Zuständigkeiten und Nachweise in die entsprechenden Prozesse der Klinik einbezogen werden. Technische CAFM-Daten können dabei einen wichtigen Informationsbaustein bilden.

Wir möchten an dieser Stelle klar abgrenzen: ventys und waveware® erstellen keinen vollständigen Resilienzplan und ersetzen weder das übergreifende Risikomanagement noch die organisatorische Verantwortung der Klinik. Der mögliche Beitrag von waveware® liegt insbesondere in der strukturierten Erfassung, Pflege und Auswertung technischer und infrastruktureller Informationen.

Abhängig von Datenqualität, Systemkonfiguration und organisatorischer Nutzung können damit beispielsweise folgende Fragen unterstützt werden:

  • Welche technischen Anlagen, Räume und Geräte sind erfasst?
  • Welche Prüfungen und Wartungen sind dokumentiert?
  • Welche Zuständigkeiten sind hinterlegt?
  • Welche Prüf- und Wartungsunterlagen sind verfügbar?
  • Wo bestehen offene Aufgaben, anstehende Fristen oder Überfälligkeiten?

waveware® ersetzt weder das übergreifende Risikomanagement noch die organisatorische Verantwortung der Klinik. Es ersetzt auch keine IT-Sicherheitsanalyse, kein Krisenmanagementkonzept und keine rechtliche Bewertung. Der Beitrag von waveware® betrifft insbesondere die technische Dokumentations- und Auswertungsbasis.

Von Einzelinformationen zu einem belastbaren Lagebild

In vielen Kliniken liegen relevante Informationen verteilt vor – zum Beispiel in Wartungsunterlagen, Excel-Listen, Prüfprotokollen, Dienstleisterdokumenten oder einzelnen Fachsystemen. Das erschwert die Beantwortung zentraler Fragen und die koordinierte Vorbereitung von Resilienz- und Krisenprozessen.

  • Welche technischen Anlagen und Versorgungseinrichtungen sind für den Klinikbetrieb besonders relevant?
  • Wann wurden die jeweiligen Prüfungen und Wartungen zuletzt dokumentiert?
  • Welche Maßnahmen sind offen, fällig oder überfällig?
  • Welche technischen Abhängigkeiten zwischen Gebäuden, Anlagen und Versorgungssystemen sind bekannt?
  • Welche Dokumentationsunterlagen sind für interne Prüfungen, Audits oder Resilienzprozesse verfügbar?

Mit waveware® lassen sich – abhängig von Konfiguration und Datenqualität – technische Objekte, Räume, Prüfungen, Wartungen, Zuständigkeiten und Dokumente zentral strukturieren und auswerten. Dadurch entsteht kein vollständiger Resilienzplan auf Knopfdruck. Es kann jedoch eine technische Dokumentations- und Auswertungsbasis entstehen, die Verantwortliche bei der Vorbereitung, Abstimmung und Fortschreibung ihrer Resilienz- und Krisenprozesse unterstützt.

Anwendungsszenario: Technische Daten für Resilienz und Dokumentation

In einem typischen Anwendungsszenario benötigt die für Resilienz zuständige Stelle eines Krankenhauses Informationen aus der technischen Infrastruktur. Dazu können beispielsweise Daten zu Wartungen, Prüfungen, technischen Anlagen und hygienerelevanten Einrichtungen gehören.

Besonders relevant können auch Bereiche wie Trinkwasserentnahmestellen, deren Verortung und Pflege sowie technische Gerätedaten für die Hygieneabteilung sein. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, Daten zu erfassen. Sie müssen korrekt zugeordnet, aktuell gehalten und für verschiedene fachliche Auswertungen nutzbar sein.

Ein mögliches Beispiel: Die für Resilienz- und Wiederanlaufplanung verantwortlichen Personen einer Klinik benötigen Informationen darüber, welche technischen Anlagen im Störungsfall prioritär betrachtet werden müssen und welche Prüf- und Wartungsunterlagen dazu vorliegen. Sind diese Informationen in waveware® strukturiert erfasst, können sie für Abstimmungs-, Planungs- und Dokumentationsprozesse zusammengestellt werden.

Die Bewertung der Kritikalität, die Festlegung der Wiederanlaufprioritäten und die Erstellung des Resilienzplans bleiben fachliche und organisatorische Aufgaben der Klinik. waveware® stellt hierfür – abhängig von Datenqualität und Konfiguration – eine technische Informationsgrundlage bereit.

Der praktische Nutzen für Klinikleitungen

Eine zentrale und gepflegte technische Dokumentationsbasis kann Klinikleitungen und Verantwortliche dabei unterstützen:

  • Risiken und offene Aufgaben früher zu erkennen,
  • Zuständigkeiten nachvollziehbar zu dokumentieren,
  • technische Prüf- und Wartungsunterlagen schneller zusammenzustellen,
  • die technische Leitung und für Resilienzthemen verantwortliche Personen besser zu vernetzen,
  • Investitionen und Maßnahmen auf einer belastbareren Informationsbasis zu priorisieren.

Resilienz beginnt damit, die eigene Infrastruktur und ihre Abhängigkeiten zu kennen. CAFM kann den übergreifenden KRITIS- und Resilienzprozess nicht ersetzen. Es kann jedoch dazu beitragen, technische Informationen strukturiert zu erfassen, aktuell zu halten, nachvollziehbar zu dokumentieren und für die zuständigen Personen auswertbar zu machen.

Sie möchten prüfen, welchen Beitrag Ihre technischen CAFM-Daten zu Resilienz-, Wartungs- und Dokumentationsprozessen leisten können? Wir zeigen Ihnen gerne, welche Informationen sich strukturieren und auswerten lassen. Vereinbaren Sie eine unverbindliche Beratung.

Quelle: GEFMA 932, „KRITIS-Dachgesetz und Gesundheitswesen: Facility Management als Garant für Resilienz“, Ausgabe 2026-04.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Ob ein Krankenhaus oder eine konkrete technische Anlage in den Anwendungsbereich des KRITIS-Dachgesetzes fällt, hängt von den jeweiligen Tätigkeiten, Anlagenkategorien, Schwellenwerten und organisatorischen Gegebenheiten ab.

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